Ausgewählte Zitate, Sprüche & Aphorismen
Weihnachten ist oft ein lautes Fest: Es tut uns aber gut, ein wenig still zu werden, um die Stimme der Liebe zu hören.
Wie wenig kommt es auf die Größe des Platzes an, auf den wir gestellt sind, wie viel aber auf das rechte Erkennen unserer Pflicht.
Eine unausrottbare Eigenschaft im Wesen des Menschen ist sein Verlangen nach Anerkennung.
Jeder Mensch besitzt gerade soviel Eitelkeit, wie ihm an Verstand und Urteilskraft fehlt.
Man stirbt für Meinungen und nicht für Gewißheiten, für das, was man glaubt, nicht für das, was man weiß.
Keine Frau trägt gerne ein Kleid, das eine andere abgelegt hat. Mit Männern ist sie nicht so wählerisch.
Denn mit den Geistern anderer Jahrhunderte verkehren, ist fast dasselbe wie reisen.
Leidenschaft ist eine Art Fieber des Geistes, das uns schwächer verlässt, als es uns vorgefunden hat.
Wenn man das Geld richtig behandelt, ist es wie ein folgsamer Hund, der einem nachläuft.
Die Einsamkeit ist wie der Duft einer Giftpflanze, süß, aber betäubend und mit der Zeit geradezu verderblich.
Den Gebrauch der Kräfte, die man hat, ist man denen schuldig, die sie nicht haben.
Es gibt ein unfehlbares Rezept, eine Sache gerecht unter zwei Menschen aufzuteilen: Einer von ihnen darf die Portionen bestimmen, und der andere hat die Wahl.
Der Mensch, das sonderbare Wesen: Mit den Füßen im Schlamm, mit dem Kopf in den Sternen.
Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und dann doch immer blöd daherredet.
Wenn eine Frau geliebt wird, errät sie es in der Regel lange bevor man es ihr gesteht.
Was man gut begreift, lässt deutlich sich ausdrücken, / Gar schnell die rechten Worte in den Sinn dir rücken.
Man muß den Leuten nur ein bißchen verrückt vorkommen, dann kommt man schon weiter.
Wandel ist schwierig und Wandel ist langsam und es passiert niemals alles auf einmal.
Die Liebe, wie die Wahrheit in ihrer höchsten Reinheit und Vollendung ist ja eben in sich auch alsosehr das Allerhöchste in sich selbst, daß sich darüber nichts noch Höheres denken und begreifen läßt!
Die äußere Freiheit der vielen leitet sich ab aus der inneren Freiheit der einzelnen.
Eine glückliche Ehe ist wie eine lange Unterhaltung, die einem trotzdem kurz vorkommt.
Extreme Idealisten sind immer Feiglinge, sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.
Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.
Kunst ist das, was übrigbleibt, nachdem alles an ihr bis ins Letzte analysiert worden ist.
Geschichte ist ein Roman, der stattgefunden hat, der Roman ist Geschichte, wie sie hätte sein können.
Vor Fehlern ist niemand sicher. Das Kunststück besteht darin, denselben Fehler nicht zweimal zu machen.
Man liebt einen Menschen nicht wegen seiner Stärke, sondern wegen seiner Schwächen.
Wer die Macht übt, ist ihr Knecht nicht weniger, als wer sie duldet. Der Tyrann leidet unter der Menschheit, wie sie unter ihm.
Kluge Menschen verstehen es, den Abschied von der Jugend auf mehrere Jahrzehnte zu verteilen.