Ausgewählte Zitate, Sprüche & Aphorismen

Der Vietnamkrieg ist für viele Amerikaner erst dadurch unmoralisch geworden, dass er verloren ging.

Alle wertvollen Gefühle - für einen Menschen wie für einen Glauben, eine Scholle, ein Land - sind konservativ.

Die Phantasie hat ihre eignen Leiden, / Vor welchen uns die Wirklichkeit nicht schützt.

Die meisten Dichter verstehen von Literatur nicht mehr als Vögel von Ornithologie.

Ein Politiker muss machtbewusst sein. Er muss ehrgeizig sein. Er muss sich selber etwas abverlangen können

Wo der Mensch Objekt des Rechts ist, kommt auch der Gedanke an das Opfer zu kurz.

Den Gebrauch der Kräfte, die man hat, ist man denen schuldig, die sie nicht haben.

Die Frauen sind unserer Kindheit Stütze, unserer Jugend Freude, unseres Alters Trost.

Um zu lieben, müssen wir das Göttliche an dem Geliebten lieben, um Liebe anzunehmen, auch an uns.

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.

Wenn man eine Gesellschaft kritisieren will, muß man Außenseiter dieser Gesellschaft sein.

Die Jugend ist die Zeit, Weisheit zu lernen. Das Alter ist die Zeit, sie auszuüben.

...wozu lebt man, wenn der Wind hinter unserm Schuh schon die letzte Spur von uns wegträgt?

Natürlich muß man die Männer nehmen, wie sie sind. Aber man darf sie nicht so sein lassen.

Leider ist es eine typisch deutsche Eigenschaft, den Gehorsam schlechthin für eine Tugend zu halten. Wir brauchen die Zivilcourage, 'Nein' zu sagen.

Der (bequeme) Glaube, das Kind wisse schon selbst am besten, was gut für es sei, scheint das hartnäckigste Sediment der antiautoritären Ideologie zu sein.

Laß dich vom Verstande leiten, aber verletze nicht die heilige Schranke des Gefühls.

Sobald ein Optimist ein Licht erblickt, das es gar nicht gibt, findet sich ein Pessimist, der es wieder ausbläst.

Jeder Mensch besitzt gerade soviel Eitelkeit, wie ihm an Verstand und Urteilskraft fehlt.

Die Einsamkeit ist wie der Duft einer Giftpflanze, süß, aber betäubend und mit der Zeit geradezu verderblich.

Großmut findet immer Bewunderer, selten Nachahmer, denn sie ist eine zu kostspielige Tugend.

Alles, was uns wirklich nützt, ist für wenig Geld zu haben. Nur das Überflüssige kostet viel.

Die Forderung, daß nichts geschehen darf, mit dem nicht alle einverstanden sind, ist ein beweisbarer Unsinn.

Nichts ist nachsichtiger, weil auch nichts glücklicher macht, als Aufrichtigkeit.

Wir sollten Teile von Behörden für ein Jahr schließen und hinterher fragen, ob es irgend jemand gemerkt hat.

Schlechte Argumente bekämpft man am besten dadurch, dass man ihre Darstellung nicht stört.

Weihnachten ist oft ein lautes Fest: Es tut uns aber gut, ein wenig still zu werden, um die Stimme der Liebe zu hören.

Das beste, was der Mensch für einen anderen tun kann, ist doch immer das, was er für ihn ist.

Dilettanten erkennt man an der Plumpheit ihrer Komplimente. Der routinierte Verführer riskiert Kritik.

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